Der Weiße Schöps ist ein östlicher Zufluss des Schwarzen Schöps im sächsischen Landkreis Görlitz. Am nördlichen Rand des Tagebaus wurde er vor 20 Jahren vollständig kanalisiert. Das war das Ergebnis einer ersten Flussverlegung. Mit der Wiederaufnahme der Förderung im Tagebau Reichwalde ist nun eine Fortsetzung der Flussverlegung geplant, da der Tagebau ab 2015 in das Nordfeld des Tagebaus einschwenken wird. Aus diesem Grund wird eine erneute Verlegung des Weißen Schöps bis Ende 2014 notwendig.
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Donnerstag, 19. Juni 2014

Die Einweihung des neuen Schenkteichs in Hammerstadt

Diese Woche berichten wir über den Schenkteich in Hammerstadt. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Jonas Marko für die Informationen und wünschen Ihnen viel Spaß bei Lesen.

Eine ganze Weile haben die Bauarbeiten am neuen Schenkteich in Hammerstadt angedauert. Doch am Wochenende vom  14. – 15. Juni 2014 konnte der Schenkteich im Zuge des  90zig jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr in Hammerstadt endlich eingeweiht  und der Gemeinde Rietschen übergeben werden. 

Auf dem Weg zum neuen Schenkteich, Foto: Stefanie Tusche

Zehn Monate hat Nadebor am neuen Schenkteich gearbeitet, tonnenweise wurden Sandmassen ausgehoben und verschoben, ein naturnaher Teich geformt, mit einem schönen Strand ausgestattet und bepflanzt. Schon in den letzten Wochen konnten es Einige nicht mehr erwarten und haben bereits vor der Einweihung ein kühles Bad genommen. 

Das ist ein Novum. Teiche wurden auch im Vorfeld schon errichtet, wir erinnern uns an die Hammerstädter Teiche, aber einen Badeteich, dass hat es so bei uns in der Region noch nicht gegeben. Und wenn man sich die Zeit nimmt und an einem schönen Wochenende zum Schenkteich fährt, hat man das Gefühl sich in einem kleinen aber feinen Naherholungsgebiet zu befinden. Angenommen wurde der Schenkteich von Jung bis Alt und schon jetzt kann sich niemand mehr erinnern, wie es denn eigentlich vorher war. 

Ankunft am neuen Schenkteich, Foto: Stefanie Tusche

Zur Einweihung des Schenkteichs gab es so einige Überraschungen. Die Übergabe eines eigenen Rettungsbootes freute die Hammerstädter sehr und so wurde natürlich gleich eine erste Rundfahrt unternommen, volle Kraft voraus! Danach startete das Feuerwehrfest mit Livemusik,  Kinderhüpfburg aus Stroh, vielen Leckereien und einem ausgiebigen Kinderprogramm.

Da die Fischzucht Rietschen GmbH ein Nachbar des neuen Schenkteichs ist, wurden Führungen durch die Kreislauf- Fischzuchtanlage angeboten. 

Einlassen des neuen Rettungsbootes im Schenkteich, Foto: Stefanie Tusche

Nun folgen noch einige kleine Tatsachen zum Teich:  Der Schenkteich umfasst eine Größe von ca. 1,85 ha und hat Anbindung an das Grundwasser. Die Vorflutanbindung des Teiches erfolgte über einen vorhandenen Ableiter, der in der Baumaßnahme ertüchtigt und naturnah umgestaltet wurde. Auch durch die Neuverlegung des Weißen Schöps kann der Schenkteich im Bedarfsfall jederzeit  mit Wasser versorgt werden. 

Die Junfernfahrt in neuen Schlauchboot, Foto: Stefanie Tusche

In unserem nächsten Artikel berichten wir über den Umbau der Kläranlage in Rietschen, also bleiben Sie wie immer neugierig. 

Ihre Stefanie Tusche vom ArTour Team in Rietschen

Freitag, 2. Mai 2014

Die Eröffnung der Fischzucht-Kreislaufanlage in Hammerstadt

Am Freitag, den 25.05.2014 ist die Fischzucht Kreislaufanlage im Rietschener Ortsteil Hammerstadt in Betrieb genommen worden. Die Fischzucht Kreislaufanlage ist nicht nur für den Geschäftsführer Helmut Tusche ein Meilenstein, auch Landrat Bernd Lange lobte in seiner Rede, den Mut der Fischzucht GmbH auf eine neue Technologie zu setzen. Auch für das Land Sachsen ist diese Kreislaufanlage ein Novum. Neben der traditionellen Teichwirtschaft, die in Sachsen schon auf eine alte Tradition zurückblicken kann, ist die hochtechnisierte Fischzucht-Kreislaufanlage ein neuer Weg, um Speisezander in großer Anzahl zu produzieren. 

Einweihung der neuen Fischzucht-Kreislaufanlage durch Helmut und Karsten Tusche, Foto: S. Tusche

Rede des Landrats Bernd Lange, Foto: S. Tusche

Von Groß bis Klein sind allerhand Gäste gekommen, Foto: S. Tusche

Viele geladene Gäste konnte sich das Ereignis nicht entgehen lassen. Neben Eröffnungsreden vom Geschäftsführer Helmut Tusche und Landrat Bernd Lange kamen auch die Fischereireferentin des Freistaates Sachsen Ulrike Weniger, die Projektleiterin der Vattenfall Schöpsbaustelle Corina Fiskal und der Rietschener Bürgermeister Ralf Brehmer zu Wort. Nach dem offiziellen Empfang konnten die Gäste bei einem Glas Sekt und regionalen Fischhäppchen die Sonne genießen.

Rietschener Bürgermeister Ralf Brehmer bei seiner Rede, Foto: S. Tusche

Bernd Lange und Helmut Tusche eröffneten feierlich, Foto: S. Tusche

Corina Fiskal im Gespräch mit Udo Zange, Foto: S. Tusche

Glühlachs, eine Spezialität zubereitet von der Fischzucht in Rietschen, Foto: S. Tusche

Als Krönung gab es geführte Touren durch die Fischzucht-Kreislaufanlage bei denen Dr. Karsten Tusche einen Einblick in die Funktionsweise der Kreislaufanlage und einen Blick auf die ersten Zander gab. 

Wir wünschen der Fischzucht Rietschen GmbH natürlich auch alles Gute zur Eröffnung Ihrer Kreislaufanlage.

Petri Heil, Ihre Stefanie Tusche von der ArTour GmbH in Rietschen

Mittwoch, 2. April 2014

Wo die vielen Zander wohnen…

Die Kreislauf-Fischzucht-Anlage in Hammerstadt

In unserem aktuellen Artikel haben wir der Kreislauf-Fischzuchtanlage der Fischzucht Rietschen GmbH einen Besuch abgestattet. Wir möchten uns ganz herzlich bei Dr. Karsten Tusche für die Fülle an Informationen bedanken. Die Kreislaufanlage ist nicht nur ein direkter Nachbar des Reichwalder Tagebaus, sondern liegt auch unmittelbar am Weißen Schöps im Rietschener Ortsteil Hammerstadt.
 
Firmenschild der Fischzucht Rietschen GmbH, Foto: Stefanie Tusche

Die Hauptaufgaben der Kreislauf-Fischzucht-Anlage liegen vor allem in der Produktion von Zandern sowie der Aufzucht von Pflanzmatten. In 30 Aufzuchtsbecken wachsen die Fische bei einer konstanten Temperatur von 22 Grad heran. Im Gegensatz zu den Teichzandern wird die Wachstumszeit mit Hilfe der Kreislaufanlage mehr als halbiert. Das bedeutet, ein ausgewachsener Zander braucht in der Anlage keine 4 Jahre, sondern nur noch 1 ½ Jahre, um eine Länge von 40 bis 50 cm und ein Durchschnittsgewicht von 1,2 kg zu erreichen. 

Ein ausgewachsenes Zanderweibchen beim Wiegen & Messen, Foto: S. Tusche

Doch was hat es mit dem System einer Kreislaufanlage auf sich? Das für die Kreislauf-Fischzucht-Anlage benötigte Wasser wird über zwei Pumpensümpfe mit jeweils 40 Kubikmetern gereinigt und fließt über zwei Leitungen durch die Aufzuchtsbecken, in denen die Zander schwimmen. Nach dem Durchfließen von einem der 30 Becken fließt das Wasser in eine mechanische Reinigungsanlage zurück. Innerhalb einer Stunde wird das Wasser in den Becken zweimal ausgetauscht, was bei einem 24 Stundenbetrieb bedeutet, die Fische bekommen 48mal frisches Wasser zugeführt. Ungefähr 10% des Wassers gehen im Reinigungsprozess der Kreislaufanlage verloren und müssen daher ersetzt werden. Das passiert wiederum über die Pumpensümpfe.

Haltungsbecken der Kreislaufanlage, Foto: Dr Karsten Tusche

Wasser im Anlagenkreislauf, Foto: Dr Karsten Tusche

Mit Hilfe der Wärmeenergie der Biogasanlage der Viereichener Rindfleisch e.G., erhält die Kreislaufanlage über eine etwa 2 km lange Rohrleitung die benötigte Wärmeenergie zum Heizen.

Seit Oktober 2013 befindet sich die Kreislauf-Fischzucht-Anlage in ihrer Einlaufphase. Zu Beginn brachten die Zander ein Gewicht von 20 bis 30 Gramm auf die Waage. Im Moment haben sie ein Durchschnittsgewicht von 100g. Doch die Einlaufphase ist vor allem gekennzeichnet durch ein ständiges Ausprobieren und Experimentieren, um die optimalen Lebensbedingungen für die Fische zu erreichen. 

Nach Beendigung der Einlaufphase werden später einmal 450 000 Zander erzeugt, diese sollen dann in allen Altersklassen auf dem Markt angeboten werden. Insgesamt sollen rund 50t Zander pro Jahr in der Kreislauf Fischzuchtanlage produziert werden.  Zander sind vor allem in der Dunkelheit aktiv, denn frühestens in der Dämmerung beginnen die nachtaktiven Beutejäger ihre Nahrungssuche. Deshalb ist das richtige Beleuchtungsmaß in der Anlage sehr wichtig. Die Zander müssen kontinuierlich gefüttert werden, so dass sie sich nicht an ihren Artgenossen vergreifen. 

Auf der Suche nach der richtigen Beleuchtung, Foto: S. Tusche

Neben der Zander-Produktionsanlage gibt es sieben Wasserpflanzbecken mit einer Größe von insgesamt 5000 Quadratmetern. In diesen Becken wachsen Wasserpflanzen auf Kokosmatten heran, die für die Uferbegrünung oder aber auch als Uferböschungsbefestigung beispielsweise am neuen Weißen Schöps optimal genutzt werden können.

Die Halle der Kreislaufanlage & die Teile der Pflanzbecken, Foto: S. Tusche

Sonnenaufgangstimmung über den Pflanzbecken, Foto: Dr Karsten Tusche

Für den Bau der Kreislaufanlage investierte die Fischzucht-Rietschen GmbH über 2 Millionen Euro. Die Europäische Union und das Operationelle Programm der Bundesrepublik Deutschland für den Europäischen Fischereifonds fördern das Bauvorhaben mit 60%.

Die Kreislaufanlage, Foto: Dr Karsten Tusche

Bis zum nächsten Mal und bleiben Sie wie immer neugierig. Ihre Stefanie Tusche vom ArTour-Team in Rietschen

Freitag, 13. Dezember 2013

Die Stallanlagen in Neuliebel

Heute möchten wir Sie über den neuen Stallkomplex der Viereichener Rindfleisch eG und dessen Biogasanlage informieren. Im Zuge der Umverlegung des Weißen Schöps wurden die alten Stallanlagen an der Hammerstädter Allee neu errichtet.
 
Vielen Dank an dieser Stelle gilt Herrn Dr. Hackel, den Geschäftsführer der Viereichener Rindfleisch eG und Herrn Mohwinkel von der Grontmij GmbH für die Informationen.

Die alten Stallanlagen

In der alten Stallanlage aus den 70er Jahren waren zu Spitzenzeiten bis zu 2000 Mastrinder untergebracht. Nach der Wende wurde diese Zahl deutlich reduziert und die Haltungsbedingungen verbessert. Ab 2002 wurde ein Teil des Stalls für die Schweinehaltung umgebaut. Zuletzt wurden ca. 600 Rinder und 600 Schweine gehalten. Mit Verlegung des Weißen Schöps wurde der gesamte Komplex mit Ställen, Siloanlage, Sozialgebäude und Schlachthaus abgerissen.

Alte Stallanlagen in Neuliebel Foto: Kathrin Kambor












Der neue Stallkomplex

An der Hammestädter Allee wurde ein neuer Wirtschaftshof errichtet, der Anfang Oktober 2013 mit einem Hoftag feierlich eröffnet wurde. Der neue Stall mit hohem Tierkomfort und viel Licht  beherbergt nun 270 Rinder. Im Zuge der Restrukturierung der Tierproduktionsanlagen der Viereichener Rindfleisch eG wurde mit dem Neubau der Stallanlagen am Betriebsstandort Neuliebel eine Biogasanlage konzipiert, geplant und errichtet, welche die betrieblichen Wirtschaftsdünger verwertet. 

Neuer Stall in Neuliebel












Die Biogasanlage
 
Die Biogasanlage besteht aus einem Fermenter (Bioreaktor), einem Gärrestelager und einem Blockheizkraftwerk (BHKW) und soll nach dem klassischen einstufigen Speicherdurchflussverfahren betrieben werden. Der Fermenter wird mesophil in einem Temperaturbeschick zwischen 38°C und 42°C betrieben. Dem Fermenter werden Rindergülle und Rindermist aus der neuen Stallanlage sowie Mais- und Grünsilage zugeführt. Neben dem Fermenter, in dem sich nach dem biologischen Prozess das Gas bildet und unter dem Dach sammelt, ist auch das Gärrestlager gasdicht abgedeckt, so dass das Gärrestlager als Nachgärbehälter benutzt wird. Das gewonnene Gas wird dem BHKW zugeführt und verbrannt. Mit dem eingebauten Verbrennungsmotor kann eine elektrische Leistung von 240 kW erreicht werden, die in das Versorgungsnetz abgegeben wird. Die entstehende Wärme wird für die Heizung des Gärrestlagers sowie zur Wärmeversorgung über eine rund 2.000 m lange Nahwärmetrasse an die Fischzucht Rietschen GmbH in Hammerstadt abgegeben. Somit ist ganzjährig ein hoher Energienutzungsgrad der Biogasanlage gewährleistet. Geplant ist weiterhin die Nutzung für die 2014 entstehende Fleischerei am Standort.

Der neue Stallkomplex mit Biogasanlage in Neuliebel













Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit. Bleiben Sie weiterhin neugierig. 
Eine schöne Adventszeit wünscht Ihnen,

Ihre Kathrin Kambor von der ArTour Rietschen GmbH

Mittwoch, 25. September 2013

Die Hammerstädter Teiche „Karpfentour“

Nach der feierlichen Übergabe der drei neuen Teiche am letzten Freitag an den Fischwirt Helmut Tusche der Fischzucht Rietschen GmbH möchten wir Ihnen heute die „Karpfentour“ näherbringen.
Vielen Dank der Projektleiterin Corina Fiskal von Vattenfall für die Bereitstellung des Artikels.
 
Die Hammerstädter Teiche
Die Wanderung “Karpfentour” zwischen Werda und Hammerstadt in den Hammerstädter Teichen verbindet die Alt- und Neuteiche. Auf einer Länge von ca. 5 km kann man den Blick vom Aussichtshügel genießen und dabei die zahlreichen Wasservögel beobachten, Rast in der Schutzhütte am Strichteich machen oder im Herbst den Fischern beim Abfischen über die Schulter schauen. Mit Fertigstellung der Baumaßnahmen an der Raklitza wird es weitere Touren geben und das Wegenetz wird zusätzlich ausgebaut.
Ein Faltblatt mit entsprechender Karte und Informationen wird erarbeitet und Ihnen bald zur Verfügung gestellt, als Einladung diese besondere Kulturlandschaft zu erkunden.

Wanderroute Karpfen-Tour um die Hammerstädter Teiche
Startpunkt der Karpfentour ist die Ortslage Werda, am Raklitzaweg. Hier können Sie auch Ihr Auto abstellen und sich einen Überblick am Info-Punkt verschaffen.
Der Rundweg beginnt an den Neuteichen, die zwischen April 2012 und September 2013 als Ausgleichsmaßnahme für die Inanspruchnahme von Teichflächen durch den Tagebau Reichwalde errichtet worden sind. Der Blume,- Mittel- und Heideteich umfassen insgesamt knapp 30 ha Wasserfläche. 
 
Wasservögel am Delinkateich Foto: Corina Fiskal


Die erforderlichen Zu- und Ableitungsgräben weisen eine Gesamtlänge von über 2 km auf. Der Rundweg führt an der Ostseite der Neuteiche entlang. Im Bereich des Mittelteiches können Sie die wenigen Stufen auf den lang gestrecktem Aussichtshügel erklimmen und Rast halten.
 
Kremserfahrten bei der Eröffnung der neuen Teiche am 20.09.2013 Foto: Kathrin Kambor

Rastplatz am Mittelteich mit Informationstafeln Foto: Kathrin Kambor
Der Weg wendet sich dann zwischen dem Heideteich und der Raklitza nach Südwesten. Hier befindet sich eine besondere Landmarke - ebenfalls auf einem kleinen Hügel - der den Blick über den Heideteich und den angrenzenden Delinkateich ermöglicht.
Feierliche Eröffnung der Landmarke am 20.09.2013 Foto: Kathrin Kambor
Über einen  mit alten Eichen gesäumten Weg kommt man zu einer Kreuzung mit Übergang über die Raklitza. Derzeitig noch ein alter Durchlass, der aber im Zuge der Baumaßnahmen am Weißen Schöps schon bald durch eine neue Brücke ersetzt wird.
Hier befindet sich auch die 2012 errichtete Schutzhütte mit dem Karpfenstein. 
 
Neue Sitzgelegenheiten in der Schutzhütte Foto: Kathrin Kambor

Zwischen Raklitza- und Dekinkateich führt der Weg nach Süden weiter und man durchquert einen schönen alten Mischwald bis man in die Ortslage Hammerstadt gelangt.
Hier im Ort befinden sich die Ochsenteiche und wenn man Glück hat, sieht man die kleine Herde Wasserbüffel, die hier zur Teichpflege eingesetzt werden. Info-Tafeln vermitteln Interessantes zu diesen Tieren.
Der Weg läuft kurze Zeit mit der Straße nach Werda, bevor man am Durchlass dem neuen Ableitergraben folgt und einen wunderschönen Blick über den angrenzenden Hatschikteich genießen kann. Der Weg führt dann zwischen dem Blume- und Mittelteich zurück zum Ausgangspunkt.
Schwäne auf dem Blumeteich Foto: Kathrin Kambor
Die Tour ist ausgeschildert, Sie müssen nur den Karpfen folgen.

Wegweiser der Karpfentour Foto: Kathrin Kambor
Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Blog. Auch unser nächster Artikel wird wieder interessant. Bleiben Sie weiterhin neugierig.

Ihre Kathrin Kambor vom ArTour-Team in Rietschen

Donnerstag, 25. Juli 2013

Die Informationspunkte entlang des Weißen Schöps

Die Information ist bei der Flussverlegung ein wichtiges Anliegen. So werden im Zuge der Baumaßnahme interessante Informationspunkte und Rastplätze entlang des Weißen Schöps geschaffen, die später in die verschiedenen Wegekonzepte integriert werden. Heute möchten wir Sie auf eine kleine Reise entlang des Weißen Schöps mitnehmen und drei bereits zum Teil fertig gestellte Informationspunkte vorstellen. Vielen Dank an Frau Corina Fiskal von Vattenfall Europe Mining AG für die Unterstützung bei den Artikeln.

Wir beginnen im Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet im Nordosten unserer Region.  Idyllisch gelegen für Radfahrer und Wanderer befindet sich die Schutzhütte direkt zwischen den Hammerstädter Teichen. Hier werden derzeitig mit alten Aufnahmen historische Einblicke in die Geschichte der Teiche gegeben. Erstmalig urkundlich erwähnt wurden diese Teiche bereits vor 400 Jahren. Mehr Informationen zu den Hammerstädter Teichen können Sie gerne in unserem Archiv Anfang Februar 2013 nachlesen. 
 
Heute erfolgt die Bewirtschaftung durch die Fischzucht Rietschen GmbH. Weitere Tafeln sind im Entstehen und werden dann die Verknüpfung zwischen den Alt- und Neuteichen herstellen. Die ab September zugängliche „Karpfentour“ entlang der dann fertig gestellten Teichgruppe wird sicherlich ein Anziehungspunkt.

Schutzhütte an den Hammerstädter Teichen Foto: Kathrin Kambor
 
Schwanenpärchen mit seinem Nachwuchs Foto: Kathrin Kambor

Unsere Reise führt uns nun in den kleinen Ort Altliebel, durch den der Weiße Schöps einmal fließen wird.
 
Beim Abriss des Gehöftes der Familie Kürschner wurde eine Lehmwand erhalten, die nun als Insektenhotel dient. Neben Informationen über das Gehöft der Familie und dem Insektenhotel erhalten die Besucher auch Lehrreiches über den Artenreichtum in einem ökologischen Garten. Da dieser Informationspunkt an der Strecke des Wolfsweges liegt, erfahren Besucher auch Interessantes über Spuren im Revier. Kinder können sich auf dem neugebauten Spielplatz austoben.

Schutzhütte am Insektenhotel Foto: Kathrin Kambor
Brunnen nach historischem Vorbild, im Hintergrund die erhaltene Lehmwand als Insektenhotel, Foto: Kathrin Kambor

Im Juni 2013 neu erbauter Spielplatz, Foto: Kathrin Kambor





Weiter geht es nun in den sogenannten 3. Bauabschnitt zwischen Altliebel und Reichwalde. Direkt an der Furt, über die wir im Juni berichteten, entstand hier der dritte Informationspunkt mit Schutzhütte. Eine Informationstafel über die Funktionsweise und den Bau der Furt ist im Juli aufgestellt worden. Eine Zweite wird später über die Lebewesen im Wasser berichten.

 Schutzhütte an der Furt bei Reichwalde, Foto: Kathrin Kambor

Blick in die Schutzhütte an der Furt, Foto: Kathrin Kambor







Vielleicht haben Sie ja nun Lust auf eine Radtour oder Wanderung bekommen und begeben sich auf eine Informationstour entlang des Weißen Schöps. Vieles hat noch Baustellencharakter, aber in einigen Bereichen beginnt die Natur Regie zu führen.

Im Jahr 2013 werden drei weitere Informationspunkte mit unterschiedlichen Themen entstehen. Einer im Bereich der neuen Mündungsstelle Weißer Schöps in den Schwarzen Schöps, eine Infotafel in der Ortslage Kringelsdorf und ein neuer Rastplatz mit Schutzhütte am Schlauchwehr in Kringelsdorf.

Auch in der nächsten Woche erwartet Sie wieder ein interessanter Artikel. Bleiben Sie weiterhin neugierig.

Ihre Kathrin Kambor vom ArTour -Team in Rietschen

Freitag, 5. Juli 2013

Die Neugestaltung des Neuliebeler Dorfteiches

In dieser Woche möchten wir Sie über die Neugestaltung des Neuliebeler Dorfteiches informieren. Wir bedanken uns bei Herrn Noack und Frau Vetter von der Firma Garten Eden für die gute Zusammenarbeit bei der Erstellung des Artikels.

Der Neuliebeler Dorfteich befindet sich direkt an der S131, welche den Ort durchquert. Durch den Wolfsradweg, der durch Neuliebel führt, gilt der Teich auch als Begegnungsstätte im Dorf. Darüber hinaus wird der Teich als Löschwasserentnahmestelle genutzt.

Die Bewohner von Neuliebel und die zuständige Freiwillige Feuerwehr stellten im November 2007 eine Anfrage an die Vattenfall Europe Mining AG wie der Zustand des Dorfteiches – insbesondere die Wasserversorgung – verbessert werden kann.
Die Untersuchungen durch das Ingenieurbüro Tief- und Landschaftsbau GmbH Weißkeißel (ITL) ergaben u.a., dass aufgrund der Höhenverhältnisse bei der Trassenführung des Weißen Schöps keine Speisemöglichkeit des Dorfteiches gegeben ist.

Ziel der Sanierung war die Ertüchtigung des Dorfteiches, eine Löschwasserbereitstellung vor der Schöpsumverlegung sicher zu stellen und mit all diesen Maßnahmen das Ortsbild von Neuliebel zu verbessern. Aber auch der ungehinderte Abfluss bei Starkniederschlägen wurde in das Maßnahmepaket aufgenommen. Die Teichsanierung wurde von der Firma Garten Eden aus Schleife ausgeführt.
 
Neugestaltung Teich Neuliebel im November 2012, Foto: Kathrin Kambor

Als naturnahe und ökonomische Variante wurde die Abdichtung mit geosynthetischen Tondichtungsbahnen (nachfolgend GTD) ausgewählt.
 
In Zusammenarbeit mit der Fischzucht GmbH Tusche erfolgten das Ablassen und Abfischen des Dorfteiches. Der Teich musste mindestens eine Woche ohne Wasser verbleiben, so hatten Amphibien und Insektenlarven vor Beginn der Baumaßnahme die Möglichkeit zur Abwanderung.

Der Schilfbestand wurde gemäht und entnommen. Pflanzen die für eine Wiederverwendung vorgesehen waren, wurden während der Bauzeit zwischengelagert. Dies sind nur einige von der Vielzahl der Maßnahmen der Abdichtung des Teiches.

Bauphase am Teich Neuliebel, Foto: Firma Garten Eden

Nach den Trockenlegungsarbeiten der Baufläche wurden vor dem maschinellen Einsatz alle Bäume der Uferlinie mit einem Baumschutz ausgestattet. Der abgelagerte Teichschlamm wurde abgetragen. Vor dem Aufbringen der GTD wurde der Baugrund mit einer Sauberkeitsschicht, bestehend aus weitgestuften Sand 0/8 verdichtet. Mit der Gewebeseite auf die wasserabgewandte Seite wurden die Tondichtungsbahnen faltenfrei mittels Traverse auf das vorbereitete Planum verlegt.

Nach der vollständigen Abdichtung des Gewässers wurde vor dem Wiederbespannen des Dorfteiches eine Bodenlastaufschüttung von ca. 30 cm Dicke aus Kies-Sand-Gemisch 2/16 aufgebracht. Der natürliche Wasserspiegel wird sich durch den Zulauf aus dem südlichen Grabensystem, der Straßenentwässerung und den Grundstücksentwässerungen einstellen.[1]

Dorfteich in Neuliebel mit neuer Schutzhütte, erbaut von der Firma Miethe-Bau GmbH und neuer Entenvilla, gesponsert von der Tusche Fischzucht Rietschen GmbH, Foto: Kathrin Kambor

Der "neue" Teich bekam pünktlich zum geplanten Feuerwehrfest im Juni 2013 eine neue und größere Schutzhütte, erbaut von der Firma Miethe-Bau GmbH.

Bei diesem Fest feierten die Neuliebeler Bewohner und die Freiwillige Feuerwehr auch die Eröffnung des neugestalteten Dorfteiches. Viele Gratulanten waren zu Gast, selbst Neptun und sein Gefolge sprachen Glückwünsche aus. Großen Spaß hatten die Kinder beim Schlauchboot fahren.

Lustige Paddeltour am Tag der Eröffnung, Foto: Corina Fiskal

Auch unser nächster Artikel wird für Sie wieder interessant sein. Bleiben Sie weiterhin neugierig.

Ihre Kathrin Kambor vom ArTour-Team in Rietschen


[1]Info aus der  Baubeschreibung-Ausführungsplan ITL-Ingenieurbüro für Tief- und Landschaftsbau Weißkeißel